Agata Meissner – Cembalistin und Kammermusikerin. Absolventin (magister) der Universität Mozarteum in Salzburg in der Cembalo-Klasse von Prof. Florian Birsak (2016). Sie perfektionierte ihre musikalischen Fähigkeiten unter der Leitung von Vittorio Ghielmi und Marcello Gatti.

Sie begann bereits in der Oberschule Cembalo spielen zu lernen und nahm nach der allgemeinen Hochschulreife an der Allgemeinbildenden Grażyna-Bacewicz-Musikeinheitsschule Warschau in der Cembalo-Klasse von Dr. Anna Urszula Kucharska das Studium an der Fryderyk-Chopin-Musikuniversität in der Klasse von Prof. Leszek Kędracki mit Bachelor-Abschluss auf. Parallel entwickelte sie ihre theoretischen und humanistischen Interessen im Studium am MISH-Kollegium der Warschauer Universität, das sie mit einer Spezialisierung in Musikwissenschaft absolvierte. Seit 2016 studiert sie historische Aufführungspraxis in der Klasse von Prof. Reinhard Goebel an der Universität Mozarteum in Salzburg.

Sie nahm an Aufführungen von großen Vokal- und Instrumentalwerken der Barockzeit teil, einschließlich der Matthäuspassion, der Johannespassion und dem Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bachs, dem Oratorium Pellegrini al Specolo di nostro Signore von Johann Adolph Hasse sowie Opern wie L’Incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi, La Corona von Christoph Willibald Gluck, Dido and Aeneas von Henry Purcell. Sie spielte unter der Leitung von Gernot Sahler, Joseph Wallnig, Alfredo Bernardini, Vittorio Ghielmi, Agata Sapiecha.

Für ihre Leistungen und vielfältigen Kulturinteressen bekam sie ein Leistungstipendium des polnischen Ministerpräsidenten. Sie war Finalistin und Preisträgerin der polnischen und internationalen Cembalowettbewerbe Ogólnopolskich Przesłuchań Uczniów Szkół Muzycznych klas Klawesynu (Nationale Vorspielen der Schüler der Musikschulen der Cembaloklassen) in Wroclaw und Concorso Internationale „Principe Franceso Maria Ruspoli” in Vignanello (Italien).

Sie spielte in Österreich, Kroatien, Deutschland, Polen, Großbritannien und Italien im Solo- und Kammerrepertoire. Sie konzertierte unter anderem auf der Innsbrucker Festwoche der Alten Musik, den Thüringer Bachwochen in Weimar, dem UnMittelBARock in Magdeburg und dem Bachfestival in Swidnica.

Von den frühen Schuljahren an hat sie an Meisterkursen teilgenommen, u. a. von  Lilianna Stawarz, Nicolas Parle, Aline Zylberajch, Christoph Rousset, Blandine Rannou, Anne-Marie Dragosits. Außerdem war sie aktiv an der historischen Tanz- und Hofkultur interessiert - sie nahm mehrmals an dem historischen Tanzfestival Cracovia Danza in Krakau unter der Leitung von Romana Agnel und Aestas Musica in Varaždin (Kroatien) unter der Leitung von Mary Collins teil. Im Rahmen dieser Veranstaltungen perfektionierte sie ihre Kenntnisse im barocken Tanz und verschiedenen Stilen des Renaissance-Tanzes.

Seit 2015 wirkt sie regelmäßig an den folgenden Kursen der alten Musik mit, wo sie Begleitung und Generalbass übernimmt: Forum der Alten Musik an der Fryderyk Chopin Musikuniversität, Internationale Sommerakademie für Alte Musik in Warschau und Innsbruck Barock.